Darstellendes Spiel - Theater in all seinen Facetten

Beim Begriff "Theater" denken vielleicht alle erst einmal an das Sprechtheater: ein Bühnentext wird einstudiert und mit Aufführungen auf die Bühne gebracht.

Theaterspiel beinhaltet aber weit mehr: es soll für leere innere und äußere Räume sensibilisieren.

  • Welche Geschichten können ein einfacher Stuhl oder Bühnenwürfel auf der leeren Bühne erzählen?
  • Welche theaterästhetischen Mittel setze ich ein, um bestimmte Wirkungen zu erzielen?
  • Will ich mit Masken spielen, brauche ich volle Körperbeherrschung und klare Abläufe …

 

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über einige Aspekte, die in den verschiedenen Jahrgängen verstärkt bearbeitet werden. Letztendlich bestimmt aber immer das Potential der Gruppe den jeweiligen Schwerpunkt.
Egal welches Alter: Theater erfordert Mut, Ausdauer und Teamfähigkeit!

In der Theater AG 7 legen wir die Grundlagen des Theaterspiels:
Die Kinder lernen Bühnenpräsenz und Bühnensprache, aber vor allem die Körpersprache, die wir brauchen, um Inhalte glaubhaft ins Publikum zu bringen. Wir improvisieren und entwickeln selbst geschriebene oder vorgegebene Szenen. Auf Wunsch gibt es im Sommer eine kleine Abschlusspräsentation.

Bei der Theater AG 8 führt das Programm weiter, gemäß der Altersstufe können Themen skurriler, theatralischer aufbereitet werden.
Jahrgang 9: Hier gibt es im Moment noch kein Angebot, das könnte sich aber noch in diesem Jahr ändern.

Wahlpflichtfach DS 10:
Auch diese Stufe bietet noch sehr viele Möglichkeiten des Ausprobierens, die diesmal allerdings benotet werden. Wir greifen auf vorhandenes Material zurück, schreiben Prosa in Bühnenform um, kreieren eigenes und vermischen verschiedene Genres wie performative und klassische Bühnenformen. Wie immer entwickelt sich das Geschehen aus der Gruppe heraus, d.h. wir arbeiten prozessorientiert und produktorientiert.

DS 11 (Grundkurs Darstellendes Spiel)
Hier geht es darum, gemeinsam ein abendfüllendes Stück zu inszenieren  und in 2 Aufführungen zu präsentieren. Mittels Improvisation nähern wir uns Figuren und Inhalt des jeweiligen Stückes, erstellen eine Strichfassung und gehen dann ans Inszenieren, um zu den festgelegten Terminen 2 super Aufführungen darzubieten!
Achtung! Um überhaupt in Schwung zu kommen, brauchen wir ein extra Probenwochenende als sogenannte Anschubprobe. Und dann natürlich die Endproben, der Adrenalinspiegel steigt…
Die ganze Gruppe zeichnet sich für die Produktion verantwortlich und übernimmt Regie, Bühnenbild, Öffentlichkeitsarbeit usw. Benotet werden Ensemblearbeit und Spiel.

DS 12 (Grundkurs Darstellendes Spiel)
Hier zeigt sich, wessen Herz wirklich für Theater schlägt! Neben all den Vorbereitungen für die Abiturprüfungen gilt es, eine gute Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Aber die SpielerInnen sind gestärkt für das Leben draußen, sie haben Sozialkompetenzen erworben und sicherlich eine innere Entwicklung vollzogen, die ihre Persönlichkeit stärkt. Vor allem haben sie gelernt, Perspektiven zu wechseln, eine wichtige Voraussetzung für Konfliktlösungen.
Was im Jahrgang 11 gelernt wurde, wird hier vertieft: die Rollenarbeit und die Techniken der Inszenierung werden intensiviert.
Die Aufführungen finden im März um den Frühlingsanfang statt.

Hoffentlich haben diese Ausführungen einige Ideen des Theaterspiels verdeutlichen können, letztendlich muss man es selbst erleben!

Und: Theater lebt vom Applaus der Zuschauer!!! Also Oma, Opa, die ganze Familie, Nachbarn und Freunde mobilisieren!

Sabine Mohr

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